SMX München 2011

Unsere erste SMX ist geschafft und wir haben viele interessante und spannende neue Eindrücke gewonnen, über die ich hier gerne etwas erzählen möchte. Doch zunächst ein herzliches Dankeschön an die die DC Storm Deutschland GmbH, von denen wir zwei Networking-Pässe geschenkt bekommen haben! Danke!
Begonnen hat die SMX am ersten Tag mit einer Keynote von Rand Fishkin zum Thema Rankingfaktoren. Er stellte die Resultate seiner Untersuchungen zu aktuellen Rankingfaktoren vor. Diese beinhalteten die Meinung von über 130 SEOs zu diesem Thema. Die Präsentation war unglaublich informativ und er versteht es den ganzen Saal sofort für sich zu gewinnen.
Besonders beeindruckt waren wir auch von Tim Sebastian und Philipp Roths Vortrag zur „organischen Facebook-Optimierung“. Es wurde beispielsweise erklärt wie man erkennt ob eine Fan-Page natürlichen „Like“-Aufbau betreibt.
Am Abend des ersten Konferenztages war das Webmasters on The Roof Allstars Panel mit Marcus Tandler und Fridaynite, bei dem es unter anderem um das bevorstehende Panda-Update von Google ging. Zu Gast waren Johannes Beus, Mario Fischer, Rand Fishkin, Niels Dörje, Mikkel deMib Svendsen und Bob Rains.
Nach der Konferenz ging es direkt zur SMX Bash im Vice. Dort konnte man viele neue Kontakte knüpfen, aber auch alte Bekannte wieder treffen! Leider war die Location etwas überfüllt und man musste Glück haben um einen Teller mit Essen zu ergattern. ;-)
Am zweiten Tag ist der Vortrag über die AdWords-Strategie bei TUI zu erwähnen, dort wurde erklärt, wie Performance der Kampagne, durch Ausweitung der Longtail-Keywords auf das gesamte Urlaubsangebot, gesteigert wurde. Der anschließende der Beitrag von Jan Radanitsch, der erklärte,  mit welcher Strategie die komplette Account-Neustrukturierung von Österreichs größtem Anzeigenportal Willhaben.at gelungen ist, war ebenfalls sehr interessant.
Die SMX München 2011 war eine gut organisierte Veranstaltung mit schöner Location und qualitativ hochwertigen Vorträgen zu allen wichtigen SEO Trends. Gratulation an die Referenten und an den Veranstalter Rising Media – gerne besuchen wir die SMX auch im nächsten Jahr!

Kommentare (1)

Social Games wie CityVille

CityVille, das neueste Browserspiel von dem bekannten Spieleproduzent Zynga (Bekannt durch FarmVille, ähnlich wie Farmerama) bindet zum nächsten Mal viele Millionen Spieler an den Laptop und ebenso auch an Facebook. Zynga ist auch der Ersteller einiger anderen Social Community Games die bis dato auf Facebook erschienen sind. CityVille spielen schon nach nur drei Wochen mehr als vierzig Millionen User von Facebook.
Einen faden Beigeschmack gibt es allerdings: Ohne Einsatz von echtem Geld hat es der Spieler irgendwann verdammt schwer um bei seinen zahlenden Freunden mithalten zu können, denn man kann sich natürlich möglichst bald sogenanntes “Cash” einkaufen. Wer dies macht, der wird sowieso bald unglaubliche Vorteile gegenüber anderen Spielern bei CityVille haben.
Aus diesem Grund zocken immer mehr Zocker mit Cityville Cheats um sich auf diese Weise ebenso einen Vorteil zu verschaffen. Natürlich ist auch dies nicht fair, aber das kaufen von Extra-Spielgeld ist gegenüber nicht-zahlenden Spielern genauso wenig gerecht, wobei man natürlich bedenken muss, dass sich eine Entwicklung eines solchen Spiels auch finanziell wieder rentieren muss. Aber zugegeben: Die Preise sind schon sehr teuer.
Aber klar ist, ganz gleich, ob man zahlt oder nicht: Der Zeitaufwand ist gewaltig! Doch weswegen? Das ist ganz einfach zu erklären: Man muss oft mit seinen Cityville Freunden interagieren, also dies ist sogar absolut notwendig, da die Freunde Arbeitsplätze in Gemeinschaftsgebäuden wie einer Poststelle oder einem Museum besetzen müssen. Erst, wenn diese Gebäude völlig mit Arbeitern besetzt sind, kann man seine Cityville Stadt weiter vergrößern. Dazu benötigen neuere Gebäude immer und immer mehr „Helfer“, die aktiv sein müssen. So muss man ständig seine Freunde „vollspamen“, ob sie einem Helfen, was wiederrum ständig Werbung für das Spiel bedeutet.
Und wofür Spielt man das Ganze eigentlich? Zu meiner Browserspiel-Zeit (einige Jahre her) konnte ich meinen (gut hochgespielten) Account wenigstens noch bei Ebay für eine immerhin dreistellige Summe verkaufen. Mit einem Facebook Account wird das dann schon schwieriger ;-)

Kommentar

Schlechte Bewertungen bringen gute Links?

Sicher kennt Jeder Internetnutzer das ein oder andere Bewertungsportal. Man kann ja mittlerweile alles irgendwie Bewerten und sich glücklicherweise auch dadurch vorher informieren, bevor ein neues Gerät kauft, einen Urlaub bucht, oder was auch immer.

Oft werden bei den Bewertungsportalen die entsprechenden Dienstleister oder Hersteller direkt verlinkt. An und für sich ist das natürlich eine sinnvolle Sache. Jedoch wurde dies auch negativ ausgenutzt.

Das funktioniert eigentlich ganz einfach. Egal ob gut oder schlecht bewertet wurde – es gab einen Link. Und die Menge der Links sind für Google ja auch ein Rankingkriterium. Wenn sich also nun viele User bei den unterschiedlichsten Bewertungsportalen über ein Produkt oder eine Dienstleistung beschweren, gibt es als Trostpflaster einen Link zum Hersteller oder Dienstleister gratis dazu ;-)

So läuft das Ganze zwar auch weiterhin, jedoch hat Google nun einen Algorithmus entwickelt um eben solche Links erkennen zu können und Beispielsweise unseriöse Webshops, die eine Menge Links durch negative Publicity (inkl. Link) bekommen haben, auszufiltern. Somit soll den Suchenden nicht mehr ganz oben ein unseriöser Webshop “empfohlen” werden.

Wie das im Detail funktioniert ist mir noch nicht bekannt, aber die Kundenbewertungen in Form von Sternen oder Punkten müssen dabei eine größere Rolle spielen als der abgegebene Text. Denn “Geile Scheiße” als Produktbewertung mag ja durchaus positiv sein, auch wenn das nicht gerade die idealste Bewertung ist. Aber “Scheiße” wird in einer negativen Bewertung wohl durchaus öfter verwendet.

Aber glücklicherweise sind solche Beispiele mit Webseiten, die durch negative Publicity gut rankten, eher Einzelfälle.

Kommentar

Google revolutioniert die Suche durch die Google Instant Search.

Seit heute werden, wenn man im Google Account eingeloggt ist, schon während des Eintippens der Suchanfrage, (passende) Ergebnisse angezeigt. Ab dem ersten eingetippten Buchstaben kommen die ersten Ergebnisse, die sich mit jedem weiteren Buchstaben weiter verändern können und dies wohl auch so lange tun, bis das erste zur Suche themenrelevante Wort eingetippt wurde. Vermutlich werden recht häufig dann schon die ersten brauchbaren Ergebnisse in Echtzeit angezeigt und sich das Suchverhalten der Nutzer im Laufe der Zeit dementsprechend verändern.

Spätestens wenn die Google Instant Search auch ohne Login im Google Account der Standard werden sollte.

Auswirkungen auf den Long Tail

Dadurch dass die Suchenden nun schon frühzeitig themenrelevante Ergebnisse erhalten, kann ich mir gut vorstellen, dass die Suchanfragen öfters nach dem Ersten Schlagwort abgebrochen werden. In diesem Fall fällt der Long Tail weg. Der Suchende, der eine lange Phrase eingegeben hätte und dem daraufhin Domain X an erster Stelle angezeigt worden wäre, der bricht seine Suche nun ab, nachdem er die ebenso relevante Domain Y an erster Stelle sieht. Domain X, ist somit Verlierer und starke Domains, die für gute Keywords ganz vorne Ranken sind die Gewinner die nun noch mehr vom Besucherkuchen abbekommen als zuvor.

Suchmaschinenoptimierung

Google Instant Search wird die SEO Szene sicherlich etwas aufrühren. Es ist umso wichtiger mit den wichtigsten Schlagworten ganz vorne mitzuspielen. Und mit ganz vorne ist nicht mehr nur die erste Seite gemeint sondern ganz speziell die Top Positionen die direkt auf dem Bildschirm ohne Scrollen in Echtzeit angezeigt werden. Denn während der Echtzeit-Suche scrollt wohl niemand nach unten auf Ergebnis Nr. 8, das auf dem Monitor in dem Moment nicht sichtbar ist. Eher wird die Sucheingabe entsprechend erweitert oder teilweise gelöscht und umgeändert, bis auf den vorderen Plätzen ein Treffer erscheint, der das verspricht was der Nutzer sucht. Die Verteilung der Klickraten auf Suchergebnisse wird sich meiner Meinung nach stark verändern. Wo sich vorher die letzten Ergebnisse der ersten Seite bei Google die letzten 10% der Klickrate geteilt haben, werden durch Google Instant Search wohl nahezu 0% übrig bleiben, beziehungsweise nicht mehr als einige Krümel vom Kuchen. Die ersten 3 Ergebnisse und speziell die Top-1-Ergebnisse für starke Keys wird es vermutlich stark bergauf gehen.

Ich bin auf jeden Fall auf die kommenden Tage gespannt und werde gespannt auf mein Google Analytics und speziell mein Google AdSense Konto schauen.

Übrigens: Wer auf google.de nach “Kino” suchen will, bekommt beim Eintippen vom Buchstaben “K” schon “kino.to” an der ersten Stelle angezeigt. “Kino.de” rankt beim Suchbegriff “Kino” aber dann zwar schon auf dem ersten Platz (kino.to auf der 3), aber das könnte schon negative Folgen für das Unternehmen haben.

Komentare (3)

Hintergrundbild bei Google

Bei Google wurde gestern automatisch ein Hintergrundbild angezeigt, noch dazu jede Stunde ein Anderes. Das sah im Grunde wie bei Bing aus. Mir hat es gar nicht gefallen. Bei einer Suche möchte ich keine ablenkenden Animationen oder sonstiges. Und auch kein Bild, das erstmal laden muss. Sowas lenkt mich nur ab. Ich möchte einfach nur schnell finden, wonach ich suche und keinen Schnickschnack ohne dass ich ihn direkt wünsche.
Und anscheinend war ich nicht der einzige der so dache. Selbst bei Google Trends wurde gestern in den Top10 der häufig gesuchte Suchterm “remove google background” angezeigt.
Google hat aber sehr vorbildlich und schnell reagiert: Der Hintergrund ist wieder weiss und im eingeloggten Zustand besteht die Möglichkeit, ein Hintergrundbild aus vielen Vorlagen, oder auch ein eigenes Hintergrundbild anzeigen zu lassen.
Die Änderungsmöglichkeit gab es zwar auch schon während standardmäßig ein Hintergrundbild angezeigt wurde, aber eben nur für User die im Google Konto eingeloggt waren. Wer keinen Google Account hatte, schaute eben in die Röhre, beziehungsweisse auf das Hintergrundbild.

Kommentare (1)

Datenschutz und menschliche Datenschleudern

Immer wieder geraten soziale Netzwerke wie Facebook und die VZ Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ ins Visier der Datenschützer. Sicherlich mag dies auch gerechtfertigt sein, wenn nicht genug Sorge getragen wird, dass unsere dort hinterlegten Daten nicht so gut wie möglich vor Fremden geschützt sind.
Aber ganz egal wie gut oder wie schlecht mit unseren persönlichen Daten umgegangen wird, ich stelle zur Zeit etwas ganz anderes fest: Vielen Usern scheint die Geheimhaltung ihrer Daten ziemlich eagal zu sein, vielmehr geben sie diese jedem Preis.
Ein gutes Beispiel ist das Spiel “Frohe Ernte” auf den VZ Netzwerken. Dieses Spiel ist sozusagen das “FarmVille” von Facebook für die VZ Netzwerke. Damit die User auch möglichst viele Nachbarn zum klauen haben, wird einfach jeder, ohne groß nachzudenken, zum virtuellen Freund gemacht – Der dann eben neben Fotos auch alle Kontaktdetails wie eingetragene Adresse, Telefonnummer oder Email lesen kann.
Weiterhin bieten sich einige User auf Seiten wie http://www.frohe-ernte.com/nachbarn.php auch selbst an. Dies erleichtert die ganze Sache natürlich für die User selbst. Jemand, der Frohe Ernte Nachbarn sucht, findet dort eine ganze Liste in die er sich selbst auch eintragen kann.
Vielleicht mag es etwas anderes sein, zu wissen, wer die privaten Daten einsehen kann, aber wirklich helfen tut dies ja auch nicht wenn man die Person nicht ansatzweise kennt. Ok, man mag auch dessen Kontaktdetails sehen, aber was bringt es?

Kommentar

Ladezeit als wichtiger Ranking Faktor

Wie Google anfang April offiziell bekannt gegeben hat, ist die Ladezeit einer Website ein wichtiger Faktor geworden, der Einfluss auf das Ranking in den Suchergebnissen hat.
Bisher sind zwar nur englissprachige Suchergebnisse von google.com betroffen, aber erfahrungsgemäß werden sicher bald auch weltweit die Ergebnisse den neuen Ranking Faktor, der den Namen Page-Speed trägt, einführen.
Nach eigenen Angaben sollen sich zwar nur etwa 1% der Suchergebnisse verändert haben, aber jetzt, wo die Einführung des Ranking Faktors offiziell ist, wird natürlich auch die Ladezeit optimiert.
Google bietet ja auch schon länger eine Übersicht über die Geschwindigkeit der eigenen Website bei den hauseigenen webmaster-tools an. (Startseite -> Domain -> Google Labs -> Website-Leistung)
Google Site Speed
Dort lässt sich auch das neue Browser-Add-on “Page Speed” installieren. Im Bild sieht man im November schön, was passieren kann, wenn der Server nicht so will, wie er soll. Auch ein Grund, nicht immer den günstigsten Webhoster zu wählen. Wobei überall mal ein Server das Zeitliche segnen kann. Eine Vergleichsgrafik von einem günstigen Webhoster habe ich allerdings nicht.
Auf jeden Fall ist darauf zu achten, seine eigene Website möglichst im grünen Bereich zu halten – Durch onPage Optimierung oder eben auch ein Wechsel des Hosters, wenn nötig.

Kommentar

Wettbewerbsanalyse in sieben Schritten

Heute mal kein eigener Inhalt von mir, dafür aber eine Empfehlung.
Marcel Becker hat im Blog von Ranking Check einen sehr interessanten und praxisbezogenen Artikel über Wettbewerbsanalyse verfasst, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Er schreibt einiges über die Arbeitsweise seriöser SEO Agenturen und warum gewisse Angebote welche man z.B. telefonisch bekommt, um die eigene Website auf Platz 1 zu bringen, ohne vorherige genaue Analyse nicht seriös sein können.

Den Blogbeitrag gibt es hier: Wettbewerbsanalyse mit Advanced Web Ranking.

Kommentar

Google’s PageRank Update

Es ist wieder soweit. Gerade läuft das PageRank Update welches viele Webmaster wieder zittern und bangen lässt. Bei meinen überwiegend neuen Projekten konnte ich überall 2 Punkte dazugewinnen, auch bei diesem Blog. Das freut mich natürlich! Und zeigt vor allem, das mein Blog nicht nur in anderen Blogs, sondern vor allem Auch auf statischen Seiten verlinkt wird. Blogbeiträge haben nämlich den Nachteil, dass der Linkjuice der weitervererbt wird, mit der Zeit schwächer wird. Nämlich dann, wenn der Artikel der Euren Blog bzw eure Seite verlinkt, nicht mehr auf der ersten Seite des Blogs zu sehen oder verlinkt ist. Dann verliert er meisst selbst seinen PR zum Teil und hat entsprechend weniger zum weitervererben.

Kommentare (1)

Google bleibt nun doch in China

Nach dem Hin und Her der letzten Wochen, in denen wild spekuliert wurde, ob sich Google aus China zurückzieht oder bleibt, herrscht nun endlich Klarheit.
Google hat heute eine Pressemitteilung veröffentlicht: Google bleibt vorerst in China. Doch die Zensur in China wird ab sofort gestoppt. Dazu wurde eine neue Domain geschalten – Google.com.hk – welche einen legalen Kompromiss darstellt. Google.cn leitet auf diese Domain weiter.
Die Server stehen nun in Hong Kong, die Domain ist jedoch in traditionellem Chinesisch – allerdings unzensiert!
Weiterhin hat Google ein Monitoring Tool entwickelt, welches mehrmals täglich überwacht, welche Google Services von China teilweise oder gar komplett zensiert werden und welche Services erreichbar sind.
Ob sich die Lage zwischen der chinesischen Regierung und Google dadurch entspannt, ist fraglich. Immerhin übt die chinesische Regierung starken Druck auf die chinesischen Mitarbeiter aus. Diese arbeiten nun übrigens bei Google.com.hk, allerdings nur solange, wie die entsprechenden Dienste nicht zensiert werden.

Kommentare (1)

« Vorherige Einträge