Wie vor kurzem bekannt wurde hat die Senkrecht IT Beratung GmbH sich mit falschen Referenzen geschmückt.
Auf ihrer Website wurde der interessierte Benutzer aufgefordert, sich per Email Referenzen anzufordern – natürlich nur des Datenschutzes der eigenen Kunden wegen – ist klar.
Randolf Jorberg – selbst ein erfolgreicher SEO, tat genau dies und durfte feststellen, dass die Senkrecht IT Beratung GmbH eine Referenzliste zukommen ließ, auf der allerdings unter anderem eine von seinen eigenen Kunden aufgeführt war.
Nachlesen könnt ihr das hier.
Mittlerweile haben sich auch echte Kunden der Senkrecht IT Beratung GmbH gemeldet, die ihren Unmut über die vollbrachte Leistung gezeigt haben, dies nur nebenbei.
Ein Webseitenbetreiber der auf der Suche nach einem SEO ist, hat es mittlerweile auch nicht mehr einfach, wenn er nicht gerade durch Empfehlungen auf eine gute SEO Agentur verwiesen wird.
Denn woran erkennt man eine Gute SEO Agentur und woran unterscheidet sie sich von den schlechten? Vor allem, wenn man den Referenzen nicht mehr generell trauen kann.
Natürlich sollte man bei Unsicherheit am Besten bei den Referenz-Kunden nachfragen wie zufriedenstellend die Arbeit der SEO Agentur war. Weiß der Kunde von der Agentur nichts, ist die Seriösität erst einmal in Frage zu stellen und man sollte sich nach einer SEO Agentur umsehen.
Aber es muss doch auch einfacher gehen. Ein SEO Zertifikat gibt es ja bereits, jedoch kommt man mit genügend Kapital und kurzzeitigem Auftreten mit scheinbar Weißer Weste scheinbar relativ problemlos an selbiges. Im Gegensatz sind für kleine aber seriöse SEO Agenturen die Kosten für das ISO 900x Siegel nicht so leicht zu tragen.
Auf der Anderen Seite wäre eine Blacklist eine Möglichkeit. Eine SEO Agentur die, wie im obigen Beispiel genannt, Referenzen fälscht oder andere manipulative Techniken nutzt, die den Kunden später mehr Probleme als Nutzen bringen, könnte auf dieser Liste landen. Allerdings werden einige SEO Agenturen sicher nicht damit einverstanden, auf einer solchen Liste zu landen. Und dann freuen sich natürlich die Anwälte und dem Betreiber der Blacklist kostet das mindestens Nerven.
Und was bringt ein Zertifikat oder eine Blacklist, wenn der Kunde davon nichts weiß?
Wahrscheinlich wird sich der SEO Markt aber selbst regulieren müssen. Die Kunden, die sich vorab nicht gut genug informieren, werden es als Lehrgeld ansehen müssen, wenn sie in eine SEO Agentur investieren, die mehr Schein als Sein ist. Und ein solches Lehrgeld zahlt man als Kunde doch hoffentlich nur einmalig. Wie lange diese Regulierung dauert bleibt abzuwarten, wird meiner Meinung nach aber ein paar Jahre in Anspruch nehmen. Im Moment ist ja gerade noch der SEO Boom, wo jeder, ob seriös oder nicht, auf den Zug aufspringt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie der Markt sich entwickelt hat, wenn mein Studium zu Ende ist.