Social Games wie CityVille

CityVille, das neueste Browserspiel von dem bekannten Spieleproduzent Zynga (Bekannt durch FarmVille, ähnlich wie Farmerama) bindet zum nächsten Mal viele Millionen Spieler an den Laptop und ebenso auch an Facebook. Zynga ist auch der Ersteller einiger anderen Social Community Games die bis dato auf Facebook erschienen sind. CityVille spielen schon nach nur drei Wochen mehr als vierzig Millionen User von Facebook.
Einen faden Beigeschmack gibt es allerdings: Ohne Einsatz von echtem Geld hat es der Spieler irgendwann verdammt schwer um bei seinen zahlenden Freunden mithalten zu können, denn man kann sich natürlich möglichst bald sogenanntes “Cash” einkaufen. Wer dies macht, der wird sowieso bald unglaubliche Vorteile gegenüber anderen Spielern bei CityVille haben.
Aus diesem Grund zocken immer mehr Zocker mit Cityville Cheats um sich auf diese Weise ebenso einen Vorteil zu verschaffen. Natürlich ist auch dies nicht fair, aber das kaufen von Extra-Spielgeld ist gegenüber nicht-zahlenden Spielern genauso wenig gerecht, wobei man natürlich bedenken muss, dass sich eine Entwicklung eines solchen Spiels auch finanziell wieder rentieren muss. Aber zugegeben: Die Preise sind schon sehr teuer.
Aber klar ist, ganz gleich, ob man zahlt oder nicht: Der Zeitaufwand ist gewaltig! Doch weswegen? Das ist ganz einfach zu erklären: Man muss oft mit seinen Cityville Freunden interagieren, also dies ist sogar absolut notwendig, da die Freunde Arbeitsplätze in Gemeinschaftsgebäuden wie einer Poststelle oder einem Museum besetzen müssen. Erst, wenn diese Gebäude völlig mit Arbeitern besetzt sind, kann man seine Cityville Stadt weiter vergrößern. Dazu benötigen neuere Gebäude immer und immer mehr „Helfer“, die aktiv sein müssen. So muss man ständig seine Freunde „vollspamen“, ob sie einem Helfen, was wiederrum ständig Werbung für das Spiel bedeutet.
Und wofür Spielt man das Ganze eigentlich? Zu meiner Browserspiel-Zeit (einige Jahre her) konnte ich meinen (gut hochgespielten) Account wenigstens noch bei Ebay für eine immerhin dreistellige Summe verkaufen. Mit einem Facebook Account wird das dann schon schwieriger ;-)

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Datenschutz und menschliche Datenschleudern

Immer wieder geraten soziale Netzwerke wie Facebook und die VZ Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ ins Visier der Datenschützer. Sicherlich mag dies auch gerechtfertigt sein, wenn nicht genug Sorge getragen wird, dass unsere dort hinterlegten Daten nicht so gut wie möglich vor Fremden geschützt sind.
Aber ganz egal wie gut oder wie schlecht mit unseren persönlichen Daten umgegangen wird, ich stelle zur Zeit etwas ganz anderes fest: Vielen Usern scheint die Geheimhaltung ihrer Daten ziemlich eagal zu sein, vielmehr geben sie diese jedem Preis.
Ein gutes Beispiel ist das Spiel “Frohe Ernte” auf den VZ Netzwerken. Dieses Spiel ist sozusagen das “FarmVille” von Facebook für die VZ Netzwerke. Damit die User auch möglichst viele Nachbarn zum klauen haben, wird einfach jeder, ohne groß nachzudenken, zum virtuellen Freund gemacht – Der dann eben neben Fotos auch alle Kontaktdetails wie eingetragene Adresse, Telefonnummer oder Email lesen kann.
Weiterhin bieten sich einige User auf Seiten wie http://www.frohe-ernte.com/nachbarn.php auch selbst an. Dies erleichtert die ganze Sache natürlich für die User selbst. Jemand, der Frohe Ernte Nachbarn sucht, findet dort eine ganze Liste in die er sich selbst auch eintragen kann.
Vielleicht mag es etwas anderes sein, zu wissen, wer die privaten Daten einsehen kann, aber wirklich helfen tut dies ja auch nicht wenn man die Person nicht ansatzweise kennt. Ok, man mag auch dessen Kontaktdetails sehen, aber was bringt es?

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